Veröffentlichte Erzählungen

Einzelveröffentlichungen Trug. Zwei utopische Erzählungen: Chronopsie / Kampfpause, Reihe Fragmente Nr. 4, Literarische Gesellschaft (Scheffelbund) Karlsruhe, 1994
Virulente Wirklichkeiten - CoverVirulente Wirklichkeiten, Erzählungen, dot Verlag, Frankfurt, 1997

»Virulente Wirklichkeit«, »Spurlos«, »Der elektrische Tellerrand«, »Lärm«, »Die Erdbeerdiebin«, »Packeis«, »Der Test«, »Blutige Engel«, »Sternsplitter«, »Amadeus«, »Kampfpause«, »Chronopsie«, »Das Mal«, »Kunstlicht«, »Sachschaden«, »WWW«, »Maulkörbe«, »Die Welt auf dem Dachboden«, »Erdpech«, »Chips und Spiele«, »Die Wunschmaschine«, »Atlantis«, »Veni vidi«, »Glogauer pflügt
Anthologien und Magazine 2019 Xeno-Punk - CoverZunder erlischt in Sven Klöpping und Galax Acheronian (Hrsg.), Xeno-Punk, geplant Herbst 2019, Sternwerk, ErstveröffentlichungXenopunk - Umschlag, Science-Fiction
Krieg der Mondvölker - CoverKälber in Peggy Weber-Gehrke (Hrsg.), Krieg der Mondvölker, Verlag für moderne Phantastik, alle Erstveröffentlichung, geplant September 2019, Science-Fiction

(Teaser: Niklas ist nachts im Wald unterwegs, um mit einigen anderen Tierrechtsaktivisten Hochsitze zu verbessern, als in der Nähe ein Ufo landet. In dessen Inneren macht er eine unerfreuliche Entdeckung. "Kälber" ist ein Prequel von "Lämmer".

Auszug: Sie hatten ihren Rhythmus gefunden, das Kanzeldach schwankte bereits um Meterbreite. Erneut ein Krachen, laut. »Achtung! Er fällt!«, rief Dimitri, sie ließen das Seil los und stoben auseinander. Die Kanzel krachte auf den weichen Waldboden und das splitternde Glas klirrte, genau dort, wo sie eben noch gestanden hatten. Während die anderen ein wenig an den Trümmern sägten, damit diese nicht wiederverwendet werden konnten, löste Niklas den Karabinerhaken und rollte das Seil ein. [...]
Niklas trat um den Sessel herum und erstarrte. Über dem knisternden Feuer drehte sich mit kaum hörbar summendem Motor ein Spieß, auf dem ein braunglänzender Körper steckte, vollständig, Kopf, Rumpf, vier Gliedmaßen. Es sah auf den ersten Blick aus wie ein Spanferkel. Fett tropfte zischend in die züngelnden Flammen. Der Rauch, der von ihnen aufstieg, verschwand in einer Abzugshaube an der Decke.
Ein Alien-Raumschiff, in dem jemand an einem Lagerfeuer eine Leiche grillte - ein bizarrer Anblick, mindestens so atavistisch wie die Tasche aus Tierhaut, in die manche ihr iPad hüllten.)
So(nett) - CoverUntoter in Perdita Klimeck (Hrsg.), So(nett), geplant 2019, Sperling-Verlag, Erstveröffentlichung, Limerick, Horror
Reibeisen Nr. 36 - CoverUngeheuer in Europa-Literaturkreis Kapfenberg (Hrsg.), Reibeisen Nr. 36, 2019, Das Kulturmagazin aus Kapfenberg (Österreich), Erstveröffentlichung, ISSN: 1810-0473, Science-Fiction

(Auszug: "Zenzi war einiges an skurrilen und fremdartigen Gästen im Biergarten gewohnt. [...] Doch als sich nun ein gut drei Meter großes außerirdisches Wesen in schwarzer Metallrüstung (oder vielleicht auch ein nacktes Alien mit glänzendschwarzem Exoskelett oder im Latexanzug über knochenharter Chitinhaut) näherte, das einem Alptraum entstiegen zu sein schien, hob sie doch kurz die Augenbrauen. Keinem gewöhnlichem Alptraum, sondern dem Alptraum eines illegitimen Nachkommen von H.P. Lovecrafts Cthulhu und HR Gigers Alien. Sie seufzte. Zumindest würde es nicht mehr lang dauern bis zu ihrem Feierabend, wenigstens was den Biergarten betraf, nach der Mittagszeit würde sie erst recht arbeiten müssen, vielmehr sich auf die kommende Sinologieprüfung vorbereiten, da Semesterferien waren.
Das Alienwesen stakste herbei, leicht gebeugt, um nicht mit dem Kopf die unteren Äste der schattenspendenden Kastanienbäume zu streifen, quetschte sich stöhnend umständlich und ungelenk auf einen freien Platz, während die Gäste darumherum je nach Laune und Temperament ein wenig abrückten (einer verhedderte sich dabei in der blau-weiß rautierten Tischdecke, so dass ihm das Holzbrettchen mit Obatzda, Radi, Butter und Schwarzbrot in den Schoß fiel), mitten im Weißwurstzuzeln erstarrten oder das Ereignis filmten, um es in den sozialen Medien zu verbreiten. Seine Augen sahen aus wie zwei glänzende, rote Christbaumkugeln.")
Flucht von Zumura - CoverDer Mann vom Mars, Die Arecibo-Botschaft und Silvesterfeuerwerk in Peggy Weber-Gehrke (Hrsg.), Flucht von Zumura, Verlag für moderne Phantastik, alle Erstveröffentlichung, E-Book ab 19. April, Print ab Ende Juni, Science-Fiction

(Teaser: "Der Mann vom Mars" wird als Beobachter auf einem interstellaren Schiff, dessen Besatzung ansonsten ausschließich irdisch ist, mit deren Sexismus konfrontiert.
Aliens empfangen "Die Arecibo-Botschaft", nehmen die Einladung an - und Donald Trump twittert.
Während das "Silvesterfeuerwerk" das neue Jahr ankündigt, beginnen außerirdische Mönche und Nonnen in ihrem Kampagnenschiff die göttliche Unterwerfung der Erde.

Auszüge: Auch wenn das Ende des terranisch-marsianische Kriegs nun über zwei Jahre zurück lag, beschlich mich doch ein mulmiges Gefühl: der einzige Marsianer auf einem ansonsten von Erdlingen besetzten Schiff. [...] Angeblich mischten sie sogar Vogeleier in Nudeln, aber das hielt ich für ein Gerücht, die Schalen hätten die Lasagneplatten wohl völlig unbrauchbar gemacht. [...] Ohnehin ließ die Art, wie die Besatzung zusammengewürfelt war, eher auf ein politisches als ein vernünftiges Auswahlverfahren schließen, nicht nur was das Geschlecht betraf. Eine Mathematikerin, zumal wenn sie sich, wie in Veritys Fall, auf algorithmische Linguistik spezialisiert hatte, würde sich sicherlich zumindest für den Glücksfall als nützlich erweisen, dass wir auf eine intelligente Spezies (oder ein Individuum wie Lems Ozean) trafen. [...] Aber statt der Sinologin, der Yogatherapeutin, dem Heilpraktiker, der Mediengestalterin, der Pastorin, der Schauspielerin hätte ich mir auf einer solchen Expedition eher Astrophysiker, Geologen oder auch Biologen gewünscht. [...] Die Kommandantin - auch die hierarchische Strukturierung, die ein solcher Posten impliziert, ist so typisch für die irdische Sozialstruktur - [...] war auf der Erde Schnellrichterin für Sexualstrafrecht gewesen. Inwiefern sie das für ihre Aufgabe an Bord qualifizierte, erschloss sich mir nicht. Schließlich musste sie in ihrem eigentlichen Beruf nichts anderes tun, als Formulare zu unterzeichnen, da nach irdischem Recht die Deutungshoheit bezüglich solcher Delikte bei der Frau lag und somit der Großteil der Fälle eindeutig war, Beweise, Zeugen, Gutachten überflüssig [...] es war nicht verwunderlich, dass sie aus ihrer Sicht die marsianische anarchistische Gesellschaft, in der wir alle gleichberechtigt sind - insbesondere natürlich unabhängig von irgendwelchen irrelevanten Merkmalen wie Blutgruppe, Augenfarbe oder Geschlecht - als »Patriarchat« wahrnahmen. Wer sein Leben lang bis zum Hals in einer Klärgrube steht, dem scheint wohl reine Luft zu stinken.

»Das nächste verstehe ich nicht, aber darunter scheint eine vereinfachte Darstellung der Körper der Absender zu sein, demnach sehen sie uns ähnlich, aufrechter Gang, zwei Beine, zwei Flügel . das links daneben könnte ein Maßstab sein, beschriftet mit der Binärzahl 14. Folglich wären sie, wenn die Basiseinheit die Wellenlänge der Nachricht ist, ein Viertel kleiner als wir.«
»So viel Information in einem Flügelvoll Bits?« Fichao pfiff anerkennend.
»Keine Idee, was das rechts daneben darstellt. Darunter dürfte sich ein schematisches Abbild des nur wenige Lichtjahre entfernten Sonnensystems befinden, aus dem die Botschaft kam - links die Sonne, dann Planeten, wobei der dritte ein Pixel höher und direkt unter der Körperdarstellung steht - sie käme also vom dritten Planeten. Was die beiden Zacken unter der Halbellipse danach sein sollen, weiß ich nicht.« [...]
Donald J. Trump? @realDonaldTrump
They caused an eclipse while approaching. Now you know who's responsible for a "climate change".
Übersetzt aus dem Englisch von Bing
Sie verursachten eine Sonnenfinsternis während der Annäherung. Jetzt wissen Sie, wer für einen "Klimawandel" verantwortlich ist.
Donald J. Trump? @realDonaldTrump
We will build a wall, a great cislunar wall to keep those alien bastards away from America.
Übersetzt aus dem Englisch von Bing
Wir bauen eine Mauer, eine großartige cislunar Mauer, um diese fremden Bastarde von Amerika fernzuhalten.

Der kalte, bläuliche Lichtimpuls des sich öffnenden Tachyonentunnels weit innerhalb der Marsbahn blieb ebenso unbemerkt wie derjenige, welcher der Ankunft der Sonde jenseits des Kuipergürtels vorausgegangen war. Nanosekunden später fiel diesmal jedoch keine Sonde aus dem Loch, sondern ein ganzes Raumschiff mit einer Besatzung von fast einhundertfünfzig Mönchen und Nonnen. [...] Nun eilte Klkklk zur Kommandobrücke, um die Annäherung an die neue Welt zu überwachen. Der Ministrant wuselte ihm, so schnell seine kurzen Beinchen ihn trugen, hinterher, während er versuchte, den klebrigen Speichel, der aus dem klaffenden Mund des Priors auf seinen Hinterkopf getropft war, so gut es ging mit seiner weißen Schärpe abzuwischen.)
Das Tohuwabobuch - CoverWynschdyrwys in Das Tohuwabobuch, WIRmachenDRUCK, 2019, Erstveröffentlichung, ISBN: 978-3-9817672-8-5, Kindergeschichte

(Auszug: Wynschdyrwys - Illustration Dahinter befand sich eine von Kerzen kaum erleuchtete Kammer. Regale an den Wänden waren voller dicker Bücher, in Vitrinen standen Schatullen, Dosen, Einmachgläser. Jennifer hoffte jedenfalls, dass es Einmachgläser waren und war froh, dass sie den Inhalt im flackernden Kerzenschein nicht so recht erkennen konnte. Ein schwerer Holztisch stand mitten im Raum, darauf ein brodelnder Topf, aus dem Dampf aufstieg, umgeben von Tiegeln und Glaskolben voller giftgrüner und blutroter Pülverchen und Elixiere. Es roch wie eine Mischung aus alten Socken und Kirchenweihrauch.
»Wer wagt sich in Wynschdyrwys' Gelass? Gar ohne anzuklopfen?«
Sie zuckten erschreckt zusammen. Die krächzende Stimme kam von einem Mann in nachtschwarzem Umhang. Einem Männlein eher, kaum größer als Lisa. Sein Gesicht war zerknittert, seine Brauen strebten wie Fledermausflügel nach oben, gelblichweiß wie der dünne, bis auf die Brust fallende Schnurrbart. Auf dem Kopf trug er wie eine umgekehrte Eistüte eine kegelförmige Kopfbedeckung, schwarz wie sein Mantel, die an der Spitze seltsam blassgrün glühte.
»Wer ist Wynschdyrwys?«, fragte Albert.
»Seid ihr blind? Er steht vor euch. Was stört ihr ihn?«
»Wir haben nur –«
»Jaja, schon gut. Wynschdyrwys kann hier keinen gebrauchen. Kreuzhimmeldonnerwetter! Er schlägt euch einen Handel vor. Euch seien drei Wünsche gewährt –« Abwehrend hob er die Hand: »Jedem von euch einer und keine Tricks von wegen tausend Wünsche oder Allmächtigkeit wünschen oder dergleichen Firlefanz. Danach verschwindet ihr und gelobt, niemandem ein Sterbenswörtchen zu verraten, sonst –« Er machte eine wegwerfende Handbewegung, glitzernder Staub flog in die Luft, verpuffte mit lautem Knall zu tausend Fünkchen. »Und ab sofort keine weiteren Fragen!«
»Drei Wünsche?«, fragte Lisa. »Erfüllen die sonst nicht Feen?«
»Humbug! Feen gibt es nur in Märchen, was bildest du dir ein. Keine weiteren Fragen, sagt Wynschdyrwys.«

Kostenlos als PDF unter wir-machen-druck.de/media/kindergeschichtenanthologieweb.pdf)
Neue Wahrheiten - 
CoverAmadeus in Maria Weise (Hrsg.), Neue Wahrheiten - Geschichtliches, Sagen und Mythen neu interpretiert, 2019, net-Verlag, ISBN: 978-3-95720-246-8, Science-Fiction

(Auszug: "Der Zeitrutsch erschien wie ein Filmschnitt: Eben noch war ich, von der Morgensonne geblendet, über staubtrockenen Asphalt gegangen, in einer mondrianfarbigen Welt voller lärmender Autos, Werbetafeln, Verkehrsampeln, Hinweisschilder, da stolperte ich plötzlich, denn ohne einen spürbaren Veränderungsprozess bedeckten Wolken die Sonne, die zum westlichen Horizont gesprungen war, befand sich unter meinen Füßen glitschig-nasses Kopfsteinpflaster, als ob es vor wenigen Augenblicken geregnet hätte, ersetzte Gestank faulenden Abfalls und menschlicher Exkremente die Auspuffgase und Benzindämpfe, schrumpften die Häuser, wurden schief und unregelmäßig, waren die Farben einem allgegenwärtigen, schmutzigen Braun gewichen, selbst meine Kleidung war, wie ich bemerkte, von einer graubraunen Rußschicht bedeckt.
Niemandem schien etwas aufgefallen zu sein, die Passanten gingen achtlos weiter. Die Stille war befremdlich; irgendwo klapperten Pferdehufe über das Pflaster, rasselten die Räder einer Droschke, greinte ein Säugling, zankten sich keifend zwei Frauen, hämmerte jemand monoton Metall - weiter war nichts zu hören.
Ziellos irrte ich durch dunkle, enge Gassen und versuchte, zu begreifen was geschehen war. Insgesamt erdachte ich neunundzwanzig Möglichkeiten - Traum, Wahnsinn, Drogen, Ratte-im-Labyrinth-Experiment Außerirdischer, Seelenwanderung (warum nicht rückwärts?), göttlicher Scherz, und, und, und ... - von denen mir eine weniger behagte und unwahrscheinlicher schien als die andere. So entschied ich mich schließlich dafür, den Zeitrutsch als Arbeitshypothese zu akzeptieren, auch wenn die Physiker nachgewiesen zu haben glaubten, dass eine Zeitreise - zumindest in die Vergangenheit - unmöglich ist. Aber das hatten sie irgendwann auch vom Schwerer-als-Luft-Flug behauptet. Somit befand ich mich [...] im Wien des Jahres 1790, mehr als zweihundert Jahre vor meiner Zeit. Obwohl sich Erde, Sonnensystem und Galaxis weiterbewegt haben mussten, war ich scheinbar am gleichen Ort geblieben. Die Gesetzmäßigkeit, auf der das beruht, ist mir unklar, es mag mit der Massenanziehung zusammenhängen.")
Corona Magazine 02/2019 - CoverQuiz in Mike Hillenbrand (Hrsg.), Corona Magazine, Nr.2, Februar 2019, Verlag in Farbe und Bunt, ISBN 978-3-95936-154-5, Science-Fiction, Erstveröffentlichung

(Teaser: Jürgen ist Kandidat einer Quiz-Show. Doch er spielt nicht um Geld. Für ihn geht es um mehr.

Auszug: Also, zu unserer ersten Frage, der Vierteljahresfrage. »Welches Getränk fällt seit letztem Jahr unter das Betäubungsmittelgesetz? Ist das a) Braun-Kuh oder b) Grün-Er oder c) Gelb-Es oder ist es d) oh ... Schwarz-Tee?« [...] So, da sind wir wieder beim »Quiz des Lebens«. Jürgen meint, Dakota Fannings Nominierung für den Academy Award verdankt sie ihrer Hauptrolle als Marilyn Monroe in dem Film »Blind Diamonds«, einer fiktiven Biographie, die das Leben der Schauspielerin zeigt, wie es hätte verlaufen können, wäre sie nicht 1962 ermordet worden - bis hin zu ihrem Aufstieg zur US-Senatorin. Und das ist ... richtig.

Kostenlos als E-Book und PDF beim Verlag und in E-Book-Stores.

Anmerkung: "Quiz" belegte den zweiten Platz beim Corona-Kurzgeschichtenwettbewerb zum Thema "Spiel".)
Anthologien und Magazine 2018 Weltentor 2018 - Science Fiction - CoverMethanatmer in Elke Link (Hrsg.), Weltentor 2018 - Science Fiction, Noel-Verlag, 2018, ISBN 978-3-95493-384-6, auch als E-Book, Science-Fiction, Erstveröffentlichung

(Auszug: Nicht nur München lag zu nah am Äquator. In den letzten Monaten hatte Hermine die Hälfte ihres Wegs nach Norden zurückgelegt, fast vierhundert Kilometer, meist nachts, doch immer auf der Suche nach Nahrung und vor allem Wasser. Die Hoffnung, die sie aus dem Bunker nahe dem ausgetrockneten Starnberger See getrieben hatte, schwand zusehends wie Tautropfen in der Tageshitze. Hier kämpfte sie sich wie dort durch eine Wüste, die früher Wald gewesen war. [...]
Die Erosion der Ackerflächen zur Ernährung von Rindern, Schweinen, Hühnern, die die für die Menschen benötigten um ein Vielfaches übertrafen, hatte auch diesem Kontinent den Boden entzogen, die meisten Menschen, Flüchtlinge wie Indigene, waren tot, und spätestens das machte die absurde Unterscheidung nach der Herkunft obsolet. In der Nacht zuvor hatte sie auf der Kinzigtalsperre gestanden und im Mondlicht das leere Becken unter sich betrachtet. Viele Millionen Kubikmeter Wasser hatte der Stausee einst gefasst, und kein Tropfen war davon geblieben. Auch wenn sie nichts anderes kannte als die Hitze, die Trockenheit, den Durst, ihr ganzes dreizehnjähriges Leben lang, war sie sich doch bewusst, dass es früher anders gewesen war. Das Grün der Wiesen und Wälder, die mit ihrem Chlorophyll Sonnenlicht und Kohlendioxid in Sauerstoff verwandelten, und das Blau der Seen, die den Himmel widerspiegelten, war dem schmutzigem Braun toter, rissiger Erde und dem Grau staubigen Gesteins gewichen. [...]
»Kohlendioxid aus der Luft wurde hier in Karbonatgestein umgewandelt. Das CO2 wurde aus der Umgebungsluft gefiltert und in den Untergrund gepresst. Durch chemische Reaktionen im porösen Basaltgestein wurde das CO2 zu Karbonat mineralisiert«, dozierte Py, während er begann, eine fest montierte Metallleiter hinaufzusteigen.)
Vollkommenheit - CoverGlyphen in Marcel Hartlages Vollkommenheit, Hybrid Verlag, ISBN 978-3-94682-047-5, auch als E-Book, 2018, Science-Fiction, Erstveröffentlichung

(Klappentext: Wie wird der Mensch der Zukunft aussehen? Werden wir uns selbst überflügeln? Oder stehen wir vor einer evolutionären Sackgasse? 21 AutorInnen stellen in dieser Anthologie ihre spannenden, actionreichen, schockierenden und nachdenklich machenden Zukunftsentwürfe vor. Ob die Menschheit dabei in strahlendem Glanz erscheint oder kurz vor dem Untergang steht: Das Abenteuer Mensch 2.0 könnte faszinierender nicht sein.

Teaser: Der Protagonist teleportiert zur Arbeit, als ihm ein merkwürdiges Objekt an den Kopf prallt, eine Teleporterstörung, mutmaßt er. Es erweist sich als eine Art Buch. Seine Tochter untersucht es und kommt zu dem Schluss, dass der Autor psychisch gestört war und/oder unter Drogen stand: »Fürchterlich dröge, langatmig und wirr geschrieben. Es ist ein widerliches Sammelsurium aus Sex- und Gewaltorgien, jede Menge Massaker und Kriege, die eine Gottheit - oder mehrere, ich bin nicht ganz sicher, das ist alles nicht sehr konsistent - da veranstalten lässt. Das meiste ohne irgendeinen realen historischen Bezug, und wo es den gibt, ist er überwiegend falsch, soweit ich das auf die Schnelle beurteilen kann.[...] Zuerst schuf die Gottheit die Erde und das Licht, ohne jede Lichtquelle, dann die Ozeane und Pflanzen, anschließend dann doch Lichtquellen, nämlich die Sonne, den Mond - der anscheinend selbst leuchtet - und die anderen Sterne. Alle möglichen Tiere, zuletzt ein Menschenpaar, von dem offenbar alle Menschen inzestuös abstammen.«
Drachenwelten - CoverReitdrachenmetzger in Maria Schenk (Hrsg.), Drachenwelten, Kelebek Verlag, ISBN 978-3-94708-315-2, 2018, Fantasy, Erstveröffentlichung

(Teaser: "Reitdrachenmetzger" spielt wie "Drachenmast" im - weitgehend autobiographisch angelegten - Draqi-Universum. Ähnlichkeiten mit einer realen Tierrechtsinitiative sind nicht ganz zufällig. Diese Geschichte handelt vom Versuch, einen "Reitdrachen" zu befreien.

Auszug: Der unverkennbare Gestank von Drachenmist und Drachenschweiß lag zwischen den Stallungen des Reiterhofs. Hier und da war das Klirren von Ketten und das Scharren von Schwanzkeulen über strohbedeckten Steinböden zu hören. Ein leichter Wind wehte Gerüche und Geräusche hinüber zum Waldrand, wo auf einem Weg, verborgen hinter hohen Feldern voller Neunkornähren, ein Schreitwagen mit gespreizten Beinen stand. Die Nachtluft lag warm über dem Boden. Spuren des Geruchs und der verräterischen Laute drangen durch die gekippten Fenster ins Innere des Fahrzeugs. [...]
»Die wenigsten Reiter leisten sich den Luxus, die Drachen durchzufüttern, bis sie an Altersschwäche sterben. Stattdessen kassieren sie lieber das Geld vom Metzger und die Drachen enden so in der Wurst. Die Gelatine aus ihren Gebeinen und Schuppen wird mit Zucker und Farbstoffen zu Lutschgummis verarbeitet.«
Sternenflammen - CoverDrachenernte in Petra Mattfeldt, Burkhard P. Bierschenck (Hrsg.), Sternenflammen, Science-Fiction-Storys, DrachenStern Verlag, ISBN 978-3-95669-092-1, 2018, Science-Fiction, Erstveröffentlichung, auch als E-Book

(Klappentext: Eine unstillbare Neugier treibt zahlreiche Schriftsteller seit Jules Verne dazu, technische Innovationen aufzugreifen, die fesselnde Frage nach Leben auf fremden Planeten zu stellen und über interstellare Transportmöglichkeiten zu spekulieren. Dabei unterliegen diese Ideen einem stetigen Wandel, denn wenn sich die Gegenwart ändert, ändert sich die Vorstellung von der Zukunft mit ihr. Den neuesten Versuch, sich dem lockenden Unbekannten zu nähern, unternimmt diese Anthologie.

Teaser: "Drachenernte" spielt wie "Wechselbalg" und zuvor "Souvenir vom Trödelmond" und "Jagdfieber" im Buttgereit-Universum. Menschen jagen auf einem von drachenähnlicher Fauna bewohnten Planeten. Doch mit einem haben sie nicht gerechnet ...

Auszug: Der Drache fauchte wie ein wütender Schwan. Er war vier, fünf Meter lang, den spitz zulaufenden Schwanz und den fast ebenso langen Hals, der den gewaltigen Schädel trug, nicht mitgerechnet. Seine Haut glänzte tiefgrün, lediglich zum Bauch hin blasser, und war übersät mit Knubbeln wie eine Essiggurke.
Uriel Krassnitzer lachte nervös in seine Atemmaske und hielt ihm die Waffe entgegen. »Groß wie ein Ochse«, sagte er. [...]
»Was ist eigentlich ein Ochse?«, fragte Krassnitzer.
»Eine kastrierte Kuh«, sagte Grüntzig, und Leclerque fast gleichzeitig: »Ein Eunuchenstier.«
Krassnitzer verzog das Gesicht und schüttelte den Kopf. »Warum sollte jemand ein Rind unfruchtbar machen wollen?«

Hinweis: Offenbar wurden Texte im Buch ohne Rücksprache mit den Autoren geändert. Abgesehen von unsinnig ergänzten und entfernten Kommata etc. wurde in meiner Geschichte speziesistische Terminologie ("Maul" statt "Mund" des Drachen, Rinder "fressen" statt zu "essen"), die ich nicht verwenden würde, eingefügt (als ob einem Antirassisten das Wort "Nigger" untergeschoben würde).
Das Alien tanzt Polka - CoverHerrgottsack in Ellen Norton (Hrsg.), Das Alien tanzt Polka, p.machinery, ISBN 978-3-95765-141-9, E-Book: ISBN 978-3-7438-7957-7, 2018, Science-Fiction, Erstveröffentlichung

(Teaser: Hier wird erzählt, was nach der Ankunft des Protagonisten aus "Bibbeleskäs" im Raumschiff des fränkisch-alemannischen Dialekt sprechenden Aliens Fridolin geschieht. U.a. wird aufgeklärt, was an den Alientoiletten so merkwürdig ist und der Nahostkonflikt gelöst.

Auszug: Die Wesen, die in dem Raumschiff herumstreunten wie Komparsen in den Gängen der alten Enterprise, wirkten, als wären sie Mitarbeiter der Monster-AG bei einem Maskenball. Wenn ich den Blick von einem grotesken Außerirdischen abwandte, fiel er auf den nächsten: Hier ein kniehoher, zappelnder, oranger Kaktus, da ein langhaariger Klumpen, dort eine dreieinhalb Meter große Qualle. [...] Der gigantische Bauchnabelfussel - ein Außerirdischer von einem künstlichen Planeten im Orbit um Deneb, also Alpha Cygni, das hellsten Gestirn im Sternbild Schwan - der uns mit einer Fähre von der Erde abgeholt und hier ins interstellare Mutterschiff der Außerirdischen gebracht hatte, hatte sich mit einer Art Blätterrauschen verabschiedet und war in den Weiten des Schiffs verschwunden. [...] Nur Fridolin stand noch neben mir und schien mich mit seinen Glubschaugen zu beobachten, vielleicht, um meine Reaktion zu sehen, vielleicht aber auch misstrauisch, immerhin waren seine Erfahrungen mit den Menschen nicht die besten gewesen.

Zitat: Religiöse Streitfragen reduzierten sich darauf, in welche Richtung umgerührt werden muss, um zu verhindern, dass Wasser beim Kochen anbrennt.)
Inspiration - CoverVitalfunktionsangleichung oder Der Duft der Durian in Marianne Labisch (Hrsg.), Inspiration - Die digitalen Welten des Andreas Schwietzke, p.machinery, ISBN 978-3-95765-137-2, 2018, Science-Fiction, Erstveröffentlichung

Andreas Schwietzke - The Dispute(Teaser: Der Protagonist schildert sein Leben, die Diskriminierung, die er erfahren musste, als Homosexueller und vor allem als Mann. Inspiration war das Bild "The Dispute" von Andreas Schwietzke.

Auszug: Die beiden waren hier bekannt wie bunte Hundæ. Im Norden herrschten die Bitches, angeführt von Jana Josepha, deren bordeauxroter Iro wie ein Hahnenkamm drohend aufgerichtet war. Der ein wenig martialische Eindruck wurde von einem stahlstachelbewehrten schwarzen Lederhalsband unterstrichen. Äußerlich war an ihr nichts wirklich Bemerkenswertes, ganz anders als bei Liz, der Anführerin der Exen, denen der Süden gehörte. Die meisten Exen begnügten sich mit überwiegend grünlichen Tätowierungen, unter die Haut implantierten Titankugeln, spitzgefeilten Zähnen und gespaltenen Zungen, die ihnen ein reptilienartiges Aussehen verliehen. Bei Liz aber hatten die Änderungsfleischereien außergewöhnliche Arbeit geleistet; sie hatte noch immer zwei Augen, zwei Arme und Beine, doch sonst war kaum zu erkennen, dass sie im Körper eines Homo sapiens geboren war. Die münzgroßen, apfelgrünen Schuppen, die ihr Gesicht, die Arme und Beine wie Tannenzapfen wirken ließen, während der Rest des Körpers von Perlen übersät schien, und ein Dutzend unterschiedliche, am Hinterkopf implantierte Hörner, der borstige Haarstreifen, der sich von der Stirn über den Schädel und den nackten Rücken bis zur Lende zog, waren noch vergleichsweise harmlose Körpermods. Doch künstlich induzierte Knochenwucherungen vor allem im Kieferbereich hatten ihren Kopf auf das mindestens achtfache Volumen anschwellen lassen. Nicht ganz ungefährlich, es hatte schon Fälle gegeben, bei denen die Wucherungen nicht mehr gestoppt werden konnten, und auch so würde es mich nicht wundern, wenn das Gewicht trotz der eindrucksvollen Halsmuskulatur zu Nackenschmerzen führte. Mit den männerhandgroßen Ohren, beinahe so spitz wie meine, wirkte sie wie eine Kreuzung eines Trolls aus einem billigen Fantasyfilm mit einem längst ausgestorbenen Saurier. Die aufgerissenen Kiefer mit mehrreihigen Megalodonzähnen entblößten eine dunkelrot glänzende Zunge, lang wie mein Unterarm; die Zähne ließen sie aber offenbar den Kiefer nicht richtig schließen, so dass permanent Speichel aus ihrem Mund rann.

Zitat: Aber wir leben in postfaktischen Zeiten, in einer Gesellschaft, in der Tatsachen nichts und Einbildungen alles sind.)

Rezension: "Achim Stößers »Vitalfunktionsangleichung oder der Duft der Durian« [ist eine] frontale Anklage gegen Vorurteile, Diskriminierung, die Suche nach neuen sozialen Strukturen und schließlich auch die Vorverurteilung durch eine auf beiden Augen blinde Justiz [...] provozier[t], manipulier[t] und unterh[ält] auf eine unangenehm brutale wie direkte Art und Weise. [...] zum Nachdenken anregende[s Ende, das die] beißende soziale Kritik an einer abgestumpften oder abstumpfenden Gesellschaft extrapoliert aus der klar erkennbaren Gegenwart noch direkter klingen [läßt]." Thomas Harbach, Andromeda Nachrichten 263
Galaktische Spuren - CoverMondmord in Maria Weise (Hrsg.), Galaktische Spuren, 2018, net-Verlag, ISBN: 978-3-95720-244-4, auch als E-Book, Science-Fiction, Erstveröffentlichung

(Auszug: "Die Sichel der Erde hing über dem Horizont wie ein in schwarzen Samt gebetteter Aquamarinsplitter, das Nichts, das sie umgab, gesprenkelt mit klar leuchtenden Sternen, die ununterbrochen schienen, kein Funkeln oder Flackern durch eine Lufthülle.

Im fahlen nächtlichen Licht der Stadt und der Erdsichel lag im Staub ein lebloser nackter Körper. Etwas wie eine Ente mit vier Tarantelbeinen stakste auf die Leiche zu. Es war ein simpler Roboter, der nicht begriff, was das war, und so stieg er ungerührt darüber hinweg. Erst mehrere Stunden später erkannte ein humanoider Android, der in einiger Entfernung auf der Uliza Gagarina, die nach Leonowgorod führte, vorbeikam, dass etwas nicht stimmte: ein Mensch ohne Skaphander, reglos, mit bläulich verfärbter Haut, lag außerhalb der Stadt, im Freien, wo es keine Atmosphäre gab.")
Sprung ins Chronozän - CoverHurz in Peggy Weber-Gehrke (Hrsg.), Sprung ins Chronozän: 2017 Collection of Science Fiction Novellas, 2018, Verlag für Moderne Phantastik, ISBN: 978-3-98187-521-8, auch als E-Book, Science-Fiction, Erstveröffentlichung

(Teaser: In einer postapokalyptischen Zukunft. Gott (oder die synkretisch-katholische Theokratie?) hat Homosexualität als einzig gottgefällig festgelegt, während Heterosexualität ein Gräuel ist. Der Protagonist begibt sich, wie zuvor der Prophet, mit einer kleine Gruppe anderer Pilger und angeführt von Pater Frensis, auf den Jakobsweg. Doch auf seiner Reise geschieht Unerwartetes.

Auszug: Das Känguru war dem Pater vorbehalten. Die gewöhnlichen Pilger mussten sich mit Brot und Schwein oder Hammel begnügen - die, die es sich leisten konnten, ich selbst, gerade sechzehn geworden und zum allerersten Mal auf dem Jakobsweg, schlug mich mehr schlecht als recht durch und tunkte mein Brot in eine Schüssel Brühe aus Gemüseresten. Der Pater dagegen war alt, sicher über vierzig, saß natürlich am Kopfende der Tafel, legte den Knochen beiseite, rülpste vernehmlich, wischte sich Fett und Soße mit dem Ärmel vom Mund und fuhr in seiner Alltagspredigt fort. »Mann und Weib sind wie Öl und Essig«, sagte er. Sein schwarzer Lippenstift war ein wenig verwischt, was ihm ein schiefes Grinsen ins Gesicht zeichnete. »Du kannst sie verrühren, doch der Herr wird sie wieder trennen; das Öl schwimmt immer obenauf. Es gibt uns Kraft und Licht und Wärme. Doch wozu taugt schon saurer Wein?«
Meine Väter hatten jeden Herbst in feine Streifen geschnittenen Weißkohl, stark gesalzen, in großen Fässern gestampft, mit Salzlake oder eben verdünntem Essig, der verhinderte, dass das Kraut verdarb, bedeckt und mit Steinen beschwert, um ihn so vergoren über den Winter zu bringen (und damit uns), und auch der Pater hatte grade zwei Portionen Sauerkraut nebenbei vertilgt. Ganz klar war mir daher nicht, welche Antwort er erwartete, und so schwieg ich, zumal ich der Jüngste in der Runde war und auch sonst niemand einen Einwand erhob. Niemand außer ...

E-Book und Print)
Corona Magazine 01/2018 - CoverUberman in Jennifer Christina Michels, Mike Hillenbrand (Hrsg.), Corona Magazine, Nr. 1, Januar 2018, Verlag in Farbe und Bunt, ISBN: 978-3-95936-091-3 , Science-Fiction, Erstveröffentlichung

(Teaser: Uberman, Überheld vom Planeten Argon, erzählt in einem Interview, was er von Nietzsches Übermenschen hält, wie er mit Überschurken wie Hatman, der seine Frau mit einem Hut verwechselte, oder Oatman, der die Eier- und Speckindustrie gefährdet, umgeht, wie er zu seinen vermeintlichen Flugfähigkeiten kam, wieso Plüschpantoffeln zu seinem Kostüm gehören, weshalb Trumps Maßnahmen gegen Einwanderer ihn kaltlassen und warum er Kleinkriminelle bekämpft und Kätzchen von Bäumen rettet, aber keine Massenvernichtungswaffen zerstört.

Kostenlos als E-Book beim Verlag, für Kindle usw.

Anmerkung: "Uberman" belegte den ersten Platz beim Corona-Kurzgeschichtenwettbewerb zum Thema "Super".)
Anthologien und Magazine 2017 Weltentor 2017 - Science Fiction - CoverBibbeleskäs in Elke Link (Hrsg.), Weltentor 2017 - Science Fiction, Noel-Verlag, 2017, ISBN 978-3954932818, Science-Fiction, Erstveröffentlichung

(Auszug: Mit dem breiten Froschgrinsen, den Glubschaugen, dem goldgelben Fell und der blauen Latzhose erinnerte Fridolin an eine Kreuzung zwischen einem polentafarbenen Kermit und einem haarigen Minion. [...] »Ihr hänn doch nimm all Ladde åm Zaun!« Ich hatte den Eindruck, hätten seine Chamäleonaugen es zugelassen, hätte er sie weit aufgerissen. »Ä Kälwl odder a Budsl und Åaia? Ich äss doch kei Vihcher!«
»Er möchte keine Tiere essen«, fasste ich zusammen.
Der Leutnant warf eifrig ein: »Es gibt auch Pellkartoffeln mit Quark. Kräuterquark mit Schnittlauch, Petersilie und Frühlingszwiebeln.«
Schmitt machte eine einladenden Geste. »Na also.«
»Bibbeleskäs?«, zischte Fridolin. »Ich will doch kei Bibbele ässe!«)
Weltentor 2017 - Mystery - CoverMimikry in Elke Link (Hrsg.), Weltentor 2017 - Mystery, Noel-Verlag, 2017, ISBN 978-3954932801, Science-Fiction, Erstveröffentlichung

(Auszug: Wahrscheinlich habt ihr alle schon Aliens gesehen. Nur habt ihr es nicht bemerkt, weil sie ihre Anwesenheit verschleiern. [...] Dass sich Gottes Ansicht, wie das Weib sich zu kleiden habe, von Landstrich zu Landstrich unterscheidet, kann natürlich nicht daran liegen, dass es keine Götter gibt und dass sich diese Bekleidungsvorschriften wie alle religiösen Gebote irgendwelche Psychopathen aus den Fingern gesaugt haben.)
Weltentor 2017 - Fantasy - CoverDrachenmast in Elke Link (Hrsg.), Weltentor 2017 - Fantasy, Noel-Verlag, 2017, ISBN 978-3954932795, Fantasy, Erstveröffentlichung

(Auszug: »Od wyrm hatzú, od wyrm pysh, om shishí góun«, sagte Diorá leise. »Der eine Drache spuckt Feuer, der andere Gift, doch die meisten schlafen.« Ihr Begleiter fuhr, und Diorá wandte sich auf dem Beifahrersitz nach hinten. »Wie seid ihr auf euren Namen gekommen, >Draqi<, hat das etwas mit dem Draquís-Widerstand während der Besatzung zu tun?« [...] Dann sahen sie sie. Es war eine große Herde, über hundert Tiere. Unruhig schnatterten sie, drängten sich aneinander, flatterten vergeblich mit den gestutzten Flügeln. Sie waren sicher hundert Schritte vom Zaun entfernt. Trotz des Nebels leuchteten ihre Schuppen weiß im gedämpften Mondlicht.)
3. Bubenreuther Literaturwettbewerb 2017 - CoverSperrmüll in Christoph-Maria Liegener (Hrsg.), 3. Bubenreuther Literaturwettbewerb 2017, tredition, 2017, ISBN 978-3-7439-7037-3, Hardcover: 978-3-7439-7038-0, E-Book: ISBN 978-3-7439-7039-7, Science-Fiction, Erstveröffentlichung

(Diese Anthologie begleitet den dritten Bubenreuther Literaturwettbewerb.

Auszug: Schmutzige Pappkartons voller staubiger gedruckter Bücher von denen, die zu faul waren, sie zu lesen oder zur Altpapiersammelstelle zu bringen; angeschlagene, kitschig gemusterte Teller und ausgediente verbogene Pfannen, um den jämmerlichen unveganen Passanten kontextualisiert verwesende Leichen einiger derer, die sie ermordet hatten, zu präsentieren, auch wenn sie sie lieber nicht gesehen hätten; [...] Zuerst hielt ich ihn für echt, für lebendig; dann, als ich näherkam, für eine ausgediente hyperrealistische Schaufenster- oder Sexpuppe. Bis er blinzelte, mich direkt und unverhohlen anstarrte.)
Parasitengeflüster - CoverSchmarotzer in Marianne Labisch und Sven Klöpping (Hrsg.), Parasitengeflüster. Fiese SF-Storys, Sternwerk 4, p.machinery, 2017, ISBN 978-3-95765-109-9 E-Book: ISBN 978-3-7438-3700-3, Science-Fiction, Erstveröffentlichung

(Teaser: Vor dreitausend Jahren führte ein Pharao den Monotheismus ein. "Schmarotzer" schildert die wahren Hintergründe samt ihren fatalen Folgen und wie die geheime Untergrundorganisation Corpus meum dagegen vorzugehen versucht.

Auszug: Angélica saugte Luft ein, als hätte Eiscreme einen freiliegenden Zahnhals berührt. »Ich fürchte, nein. Tatsächlich war er [Hitler] ein Mutant wie wir und kontrollierte mit ganz normalen menschlichen Mitteln eine Masse von herrinnenlos gewordenen Menschen, in deren Temporallappen Soldatinnen saßen, die durch den Verlust ihrer Matrone verwirrt waren. Deshalb konnte er auch mit mehreren Matronenwirten, dem katholischen Papst Eugenio Pacelli alias Pius XII. ebenso wie dem muslimischen Großmufti von Jerusalem Mohammed Amin al-Husseini paktieren; oder im Dreimächtepakt mit Kaiser Hirohito und dem Duce del Fascismo Benito Mussolini.«
»Nicht gerade ein Glanzlicht der Geschichte von Corpus meum ergänzte Geronimo. »Auch ohne Parasitenbefall kann jemand, wie Hitler, erst recht, wenn er als Kind indoktriniert wird, dem Gotteswahn verfallen, und umgekehrt ist Religion nicht die Strategie jeder Matrone.« [...]
»Euch ist aber schon klar, dass das völlig verrückt klingt? Ich soll also nichts weiter tun als den Papst durch einen Doppelgänger ersetzen, der dann explodiert, während ich das Original samt Matrone hierher bringe, richtig?«)
Corona Magazine 08/2017 - CoverTorpor in Jennifer Christina Michels, Mike Hillenbrand (Hrsg.), Corona Magazine, Nr. 8, August 2017, Verlag in Farbe und Bunt, ISBN: 978-3-95936-085-2, Science-Fiction, Erstveröffentlichung

(Auszug: "»Du warst damals ein kleines Mädchen«, sagte sie, während sie mich von unten ansah. Sie war knapp eineinhalb Meter groß. »Glaubst du, ich befürworte Sippenhaft?« Sie griff nach einem Schälchen mit Nüssen und Rosinen und wandte sich ab. Dann drehte sie sich noch einmal um und steckte eine Haselnuss in den Mund. Befremdlich, die irdische Nuss in ihrem außerirdischen Mund verschwinden zu sehen. »Erbsünde ist eine menschliche Erfindung. Die Frage ist nicht, was du getan hast, sondern was du tun würdest, jetzt und in Zukunft. Das macht dein Wesen aus.«"

Kostenlos als E-Book beim Verlag, für Kindle usw.

Anmerkung: Der eigentliche Titel ist "Torpor", nicht wie im Magazin zu lesen "Topor", ein Tippfehler, der mir durchgehend - im Titel, im Dateinamen usw. - unterlaufen ist und den ich eben erst, als ich diesen Eintrag hier verfasst habe, bemerkt habe.)
Monster der Woche - CoverReturn of the Bug-Eyed Monster in Corinna Griesbach (Hrsg.), Monster der Woche, Horror 7, p.machinery, 2017, ISBN 978-3-95765-081-8, Science-Fiction, Erstveröffentlichung

(Teaser: Rruuptuur, ein glubschäugiges außerirdisches Ungeheuer, landet Ende der 1950er Jahre erneut auf der Erde und entführt in der DDR eine Eingeborene, um mit ihr ein religiöses Ritual zur Huldigung des einzig wahren Gottes zu zelebrieren.

Vor etwa zwanzig Jahren schrieb ich "Sternsplitter", erschienen in "Virulente Wirklichkeiten" 1997. Eine Kurzfassung davon, "Das Bem", erschien 2009 in Boa Esperança. Im gleichen Jahr entstand diese Fortsetzung, "Return of the Bug-Eyed Monster". "Bug-Eyed Monster: First Kiss", das Prequel, erschien 2014 in p.graffity.)
Anthologien und Zeitschriften 2016
Weltentor 2016 - CoverEine Hexe sollst du nicht am Leben lassen in Weltentor 2016, Noel-Verlag, 2016, ISBN 978-3-95493-186-6, Fantasy, Erstveröffentlichung

(Auszug: »"Maleficos non patieris vivere!", donnerte erfüllt von christlicher Nächstenliebe Pater Theodulf. "So steht es geschrieben im Buche Exodus, Kapitel zwoundzwanzig, Vers achtzehn: Eine Hexe sollst du nicht am Leben lassen!" Gesche hob den Blick. Durch verklebte Lider sah sie den Abt des Klosters, zu dem das Dorf gehörte, am Richttisch sitzen, der inmitten des Dorfplatzes aufgebaut war. Neben ihm thronte starr der Inquisitor höchstselbst, flankiert zu seiner Linken vom Dorfpfarrer. [...] Ihr aufgeplatzter Rücken und die Brandwunden auf ihrer Brust brannten von der hochnotpeinlichen Befragung, ihre Scham vom Scharfrichter selbst. Sie hatten ihr drei Rippen gebrochen, doch nicht ihren Geist, mit keiner Silbe hatte sie sich der Hexerei bezichtigt, um den Dornen und Zangen und Beinschrauben Gottes zu entfliehen, dem Schmerz ein Ende zu bereiten. Sie war aufrecht geblieben. Noch.«)
Elfentanz  und Feenstaub - CoverZahn um Zahn in Elfentanz und Feenstaub, Sperling-Verlag, 2016, ISBN: 978-3-942104-70-8, Fantasy / Science-Fiction, Erstveröffentlichung

(Anmerkung: "Zahn um Zahn" ist meiner Einschätzung nach weniger Fantasy als Science-Fiction-Horror ... aber da der Ursprung der "Elfen" im Dunkeln bleibt, ist das wohl Interpretationssache.

Auszug: "Die Nacht hatte gerade begonnen, als die Álfar, die Elben, zum ersten Mal kamen. Sie tauchten im Skálafell-Tunnel auf, der gerade gebaut wurde, rasten über die Stadtautobahn, überschwemmten Reykjavík und rissen ihre Beute, um dann so schnell zu verschwinden wie sie gekommen waren. Schwärzer als Pech, flächig wie Schatten schienen sie, huschten die Wände entlang, griffen sich ihr Opfer, rissen ihm die Zähne aus und brachen ihm das Genick. Offenbar gibt es keine elbischen Tierschützer, die ihnen vorschreiben wollten, das menschliche Schlachtvieh zu betäuben, ehe sie uns meucheln.")
Corona Magazine 09/2016 - CoverSchwerer als Luft in Mike Hillenbrand (Hrsg.), Corona Magazine, Nr. 9, September 2016, Verlag in Farbe und Bunt, ISBN: 978-3-95936-045-6, Science-Fiction, Erstveröffentlichung

(Auszug: "Bei jedem zweiten Haus lugten Hühner durch Maschendrahtzäune, zumindest kam es Eric so vor. Tatsächlich waren es nicht so viele, aber immer noch zu viele. Natürlich war der Handel mit Tieren oder auch Tierprodukten längst illegal, doch da Anfang des Jahrhunderts immer mehr statt ethisch und antispeziesistisch für Abolitionismus und Tierbefreiung zu plädieren argumentative Nonos wie die Umweltschäden durch Tierausbeutung oder gar die gesundheitlichen Vorteile von Veganismus in den Vordergrund gerückt wurden, gab es nach wie vor legale Grauzonen, so dass zumindest in rückständigen Landstrichen wie diesem die Menschen immer noch Hennen gefangen hielten und ihre Eier aßen.

Es war nicht nur in dieser Hinsicht wie eine Reise ins Mittelalter. Obwohl Kirchen natürlich auch hier primär als Nistplätze für Störche, Fledermäuse, Dohlen und Turmfalken dienten, waren sie vielerorts nicht bloße Baudenkmäler oder improvisierte Galerien, die eine oder andere wurde tatsächlich noch für primitive religiöse Rituale benutzt.")

Kostenlos als E-Book beim Verlag, für Kindle usw.)
Elvea 02/2016 - CoverMahlzeiten, Science-Fiction, Erstveröffentlichung, und Der Mann, der von Apostrophen verfolgt wurde, Erstveröffentlichung (sowie der Cartoon "Essen wegessen") in Michael Bär (Hrsg.), Elvea, Nr. 2, 2016

(Auszug: "Als die Abiden begannen, Jagd auf die Menschen in Sachsen-Anhalt zu machen, reagierte die nationalalternative Regierung prompt: Ein Zaun wurde um das gesamte Gebiet errichtet - inzwischen haben sie eine Mauer gebaut, in rund fünfzig bis hundert Kilometern Entfernung vom Schiff. [...] Kaum hatte ich die Mauer überwunden, stand ich einer Rotte verwilderter Hausschweine gegenüber. Der christdemokratische Minister für Kultus, Ernährung und Landwirtschaft hatte damals beim großen Koalitionspartner offene Türen eingerannt mit dem Vorschlag, mehrere Millionen Schweine in dem Gebiet auszusetzen, um den Aliens die deutsche Kultur näherzubringen."

Anmerkung: Thema war eine Geschichte, die die Wörter Taschenlampe, Kerze, Badewanne, Dunkelheit, Kühlschrank, Kratzen, Glasscherbe, Blut, Zaun, Aberglaube, Birne, Clowns, Eis, Feuer, Hund, Mittel, Nagellack, Ornamente, Panik, Rose, Staub und Tageszeitung enthält.)

Kostenlos als E-Book: "Mahlzeiten" und "Der Mann, der von Apostrophen verfolgt wurde".
Edition Rucksack #1 - CoverRegenwürmer in Regina Holz (Hrsg.), Edition Rucksack, Nr. 1, Erstveröffentlichung, 2016

(Anmerkung: Thema war ein maximal zweihundert Wörter umfassender Text, der mit den Worten "Ich esse keine Regenwürmer" endet. E-Book.)
Landstrich: Auf und ab - CoverFreier Fall in "Landstrich" Nr. 32 ("Auf und ab"), 2016, ISBN 978-3-9504026-1-2, Science-Fiction, Erstveröffentlichung

(Anmerkung: "Landstrich" ist ein österreichisches Kulturmagazin.)
Elvea 01/2016 - CoverStrahlender Frühling, Science-Fiction, und Onan oder Antiveganismus 1830, Erstveröffentlichung in Michael Bär (Hrsg.), Elvea Nr. 1, 2016

(Auszug: »Dann sah ich das Traktat, das darunter gelegen hatte, ein dünnes Heftchen, ein Jahr früher erschienen als Hugos Glöckner von Notre Dame. Über ein Dutzend handkolorierte Tafeln. Die erste zeigte einen adretten jungen Mann, der nach Kleidung und Haartracht ein Enkel Goethes hätte sein können. [...] Doch auf den folgenden Seiten zerfiel er zusehends, litt an schrecklichen Magenschmerzen, seine Augen wurden trüb, inneres Feuer verzehrte ihn, er lief auf Krücken, lag im Bett, Zähne und Haare fielen ihm aus, er hustete Blut, hungerte, weil er kein Essen mehr bei sich behalten konnte, erbrach schließlich Blut und starb, ausgemergelt und übersät von Pusteln.«)

Kostenlos als E-Book: "Strahlender Frühling" und "Onan oder Antiveganismus 1830".
Hauptsache gesund - CoverNebenwirkung in Ralf Boldt (Hrsg.), Hauptsache gesund, p.machinery, 2016, ISBN 978-3-95765-057-3, E-Book ISBN 978-3-7396-4061-7, Science-Fiction, Erstveröffentlichung

(Klappentext: Kann der Tod besiegt werden? Hat das überhaupt Sinn? Wird Gesundheit zu einem Luxus, der die Menschheit spalten wird? Oder ist gesundes Leben in der Zukunft selbstverständlich und kostenfrei? Wie sehen neue Therapien aus? Wird sich der Mensch an lebensfeindliche Umgebungen anpassen? Haben Klone Rechte? Und wenn ja, welche? Gibt es im Jahr 2500 noch Mann und Frau? Wie werden unsere Kinder aussehen? Und wer entscheidet das? Wird der Mars eine planetenweite Kurklinik? Und wird Unsterblichkeit wirklich Spaß machen? Das Feld der Themen ist ein weites, und die in diesem Band vertretenen Autoren haben einige Furchen eindrucksvoll beackert. Und gleichgültig, was die Zukunft der Medizin uns bringen wird - es bleibt die »Hauptsache gesund«.

Teaser: "Nebenwirkung" befasst sich mit Medizinethik - Scharlatanerie, Organraub, Inkompetenz, Zweiklassenmedizin -, die Handlung umfasst das 13. bis 25. Jahrhundert.)
Nebelmelodie - CoverHunderttausend Jahre Einsamkeit in Tedine Sanss und Marie Haberland (Hrsg.), Nebelmelodie, p.machinery, 2016, ISBN 978-3-942533-81-2, E-Book ISBN 978-3-7396-3847-8 Science-Fiction, Erstveröffentlichung

(Klappentext: Vier Oktaven, Rockmusik mit orchestraler Ausrichtung, mythische Texte: Das sind die Grundlagen für sechsundzwanzig sehr verschiedene Geschichten. PelleK, mit bürgerlichem Namen Per Fredrik Åsly, inspirierte die Autoren dieser Anthologie. Das Ergebnis ist bezaubernd, traurig, verstörend und märchenhaft schön. Freunde tiefgründiger Texte werden auf ihre Kosten kommen. Jeder einzelne Autor hat eine Nachricht zu vermitteln und wer genau hinhört, erkennt: In diesem Buch steckt Musik.

Anmerkung: "Hunderttausend Jahre Einsamkeit" ist inspiriert von PelleKs "Don't Belong".

Teaser: Die Protagonistin nimmt Abschied - und berichtet aus ihrem langen Leben. Dabei zeigt sich, dass in der Geschichte der Menschheit nicht alles war wie es scheint.)
Bierglaslyrik - CoverDas Queue in Bierglaslyrik, Nr. 33, Februar 2016, Science-Fiction. Kostenloser Download als PDF.
Anthologien und Zeitschriften 2015 Das Ende? Der Anfang! - CoverStrahlender Frühling in André Boyens (Hrsg.), Das Ende? Der Anfang!, Beyond Affinity, 2015

Weltentor 2015 - CoverNackte Delegation in Weltentor 2015, Noel-Verlag, 2015

(Auszug: »Tatsächlich gibt es auch bei uns, wie bei vielen Spezies, im Prinzip zwei Geschlechter. Während bei euch Frauen und Männer kaum zu unterscheiden sind, gibt es bei uns jedoch ganz gewaltige Unterschiede, biologisch gesehen. Die weiblichen Vertreter unserer Spezies sind, wie soll ich sagen, eine Art Qualle, ohne Großhirn und ohne Vagina. Die Männer injizieren bei der Paarung das Sperma direkt über einen weichen, wegen der dabei entstehenden Wunde mit Immunzellen vollgepackten Teil des ansonsten verhärteten Abdomens in die Körperhöhle. Zum Ende der Schwangerschaft reißen die drei bis sechs Embryonen die Mutter von innen auf, wodurch sie stirbt.« [...] »Irgend ein Wanderprediger in einer abgelegen Provinz des Römischen Reichs in einer fast noch eisenzeitlichen Gesellschaft verfügte kaum über die Mittel, Lichtjahre weit zu reisen, zweitausend Sonnenumläufe bevor ihr auch nur die Nase aus der Atmosphäre gesteckt habt. Hätte er in einem von Eseln angetriebenen hölzernen Raumschiff zu uns fliegen sollen?«)
Spurwechsel - CoverLämmer in Spurwechsel Nr. 1: Verwicklung, 12/2015, ISSN 2365-6204

(Teaser: Weltweit entführen Ufos Kinder. Frau Maier ist mit ihrer Enkelin in der Metzgerei, als im Rathaus der Ufoalarm ertönt ...)
Alles anders - CoverDas Jesus-Attentat in Karin Schweitzer (Hrsg.), Alles anders, Schweitzerhausverlag, 2015

(Kritiken zu "Das Jesus-Attentat" (Auszug): "[...] ein weiteres Highlight. Sehr vergnüglich und kurzweilig wird mit einem eigentlich altbekannten Thema umgegangen. Hin und wieder übertreibt es der Autor Achim Stößer mit den humorvollen Einlagen, sodass die Geschichte einen satirischen Unterton erhält, etwa wenn der Protagonist in jeder noch so prekären Lage einen flotten Spruch auf den Lippen hat. Dennoch überzeugt die Story im Ganzen und bietet dem Leser gute Unterhaltung, auch für Nicht-Kenner der Science-Fiction."
"Zu den Glanzlichtern zählen Achim Stößers 'Das Jesus-Attentat' [...]"
"[...] versteht es zu unterhalten und ist für den Science-Fiction-Laien zu verstehen [...] humorvoll geschrieben und der schlagfertige Protagonist harmoniert mit einem interessanten Text.")
Anthologien 2014 androSF 50 / p.graffitiBug-Eyed Monster: First Kiss in Michael Haitel (Hrsg.), p.graffiti, p.machinery, 2014

(Teaser: Vor etwa zwanzig Jahren schrieb ich "Sternsplitter", erschienen in "Virulente Wirklichkeiten" 1997. Eine Kurzfassung davon, "Das Bem", erschien 2009 in Boa Esperança. Im gleichen Jahr schrieb ich ein bisher unveröffentlichtes Sequel dazu, "Return of the Bug-Eyed Monster". "Bug-Eyed Monster: First Kiss" ist nun das Prequel - wie es sich für ein Prequel gehört, mit mehr Action und spektakuläreren Special effects.)

Animals' World - CoverHaare in Alisha Bionda (Hrsg.), Animals' World, p.machinery, 2014 (auch als eBook)

(Klappentext: Was ist Fur Fiction? Die Antwort ist einfach: Es ist tierische Fantastik. Aber: Wo fängt Fur Fiction an, wo hört sie auf? Die Antwort darauf geben die Autoren dieser Kurzgeschichtensammlung - und das in überraschender Vielfalt. Spielt die eine Story auf dieser Erde im Hier und Jetzt, handelt die nächste Episode in fiktiven Welten und anderen Zeiten. Sind die einen Akteure reine Tiere, kommen die anderen als Mutanten daher. Alles ist möglich. In ANIMALS' WORLD.

Hinweis: Das Buch mit vierfarbigen Abbildungen im Innenteil gibt es ausschließlich beim Verlag. Die bei Amazon gelistete Version, die Amazon direkt liefert, enthält aus technischen Gründen nur schwarz-weiße Abbildungen. Titelbild und Illustrationen stammen von Crossvalley Smith.)
Anthologien 2013 Zauberhafte Welten - CoverWechselbalg in Andrea Reichart, Zauberhafte Welten, Oldigor, Oktober 2013; auch als eBook

(Teaser: "Wechselbalg" spielt wie "Souvenir vom Trödelmond" und "Jagdfieber" im Buttgereit-Universum. Der außerirdische Protagonist wird in den Wirren einer Besatzung unverhofft Leihmutter eines (un)menschlichen Kindes.

Klappentext: "Entdecken Sie die Zauberhaften Welten: High Fantasy und Science Fiction, märchenhafte Erzählungen und Urban Fantasy, Zeitreisende, Drachen, Magier und Hexen. Mal kann ein Lächeln die Welt verzaubern, Ehrlichkeit Frieden herbeiführen, Treue aber auch ins Verderben führen. Schutzengel, eifersüchtige Dämonen, ein verzauberter Kunstliebhaber, zwei Menschen, deren Seelen sich erst nach Jahrhunderten finden - seine Träume nicht zu verlieren, dem Leben die Stirn zu bieten und immer und überall menschlich zu bleiben, auch wenn man keiner ist, das alles ist Teil des Zaubers, den Sie in diesem Moment in der Hand halten!")
Das Haus am Ende des Weges - CoverSpurlos in Das Haus am Ende des Weges, Schweitzerhausverlag, Juli 2013

(Klappentext: "Auf den Spuren von Edgar Allan Poe: Das Haus am Ende des Weges ... Wer kennt sie nicht? Die schaurigen Geschichten von Edgar Allan Poe? 59 Autoren haben sich an die Fersen des großen Meisters des Gruselns gehängt und sind ihm gefolgt, haben Geschichten geschrieben, die es in sich haben. Kaum weniger psychotisch, gruselig und mörderisch. Der amerikanische Schriftsteller Edgar Allan Poe (1809 - 1849) ist eine der schillerndsten Dichterfiguren der Weltliteratur. Mit seinen ebenso brillant wie psychologisch raffiniert erzählten Geschichten gilt er als Urvater der Detektivgeschichte und als unübertroffener Meister des Unheimlichen, der mit messerscharfer Feder die Schattenseiten der menschlichen Seele zeigt. Er gilt als der große Magier des Schreckens und hatte großen Einfluss auf den Symbolismus, auf die Entwicklung der phantastischen Literatur und auf die Kriminalliteratur. Viele Autoren, wie Jules Verne, H.G. Wells etc. haben sich von ihm inspirieren lassen.")
Anthologien 2012 Verlassene Orte - CoverDie Leere in Corinna Griesbach (Hrsg.), Verlassene Orte, p.machinery, Dezember 2012

(Klappentext: "Sind bewohnte und benutzte Zimmer und Häuser bewusst geschmückt mit den Dingen, die unser Wesen, unseren Status ausdrücken, so zeigen verlassene Gebäude ihr ungeschminktes, ehrliches Wesen. Sie sind ein nicht katalogisierter, zufällig zusammengestellter Ausstellungsraum des Vergangenen. Menschenleere Orte, Zimmer, Friedhöfe, Produktionsstätten, Krankenhäuser, Hotels, an denen seit Jahren die Zeit nagt, die verfallen, und an denen von Menschenhand nichts verändert wurde. Der öffentliche Raum, in dem wir uns bewegen, ist überwacht und kontrolliert. Er hat eine Funktion, und der Mensch fügt sich dieser: Eingekauft wird in der Mall, gegrillt wird an festgelegten Plätzen im Park, getanzt wird in der Diskothek. An verlassenen Orten gibt es keine Überwachungskameras, ihre Funktion ist aufgehoben und ihre Geschichte bleibt verborgen. Diese Orte haben keine Aufgabe mehr, es ist nicht immer ersichtlich, für wen und wozu sie einmal geschaffen wurden. Ihre Gestaltung ist abgeschlossen, ihre Nutzung beendet, nun können sie ein ungesteuertes Eigenleben entwickeln. Sie nützen niemandem mehr. Sie haben keine Aufgabe.")
Heimweh eines Cyborgs - CoverRoboterhunger in Alisha Bionda (Hrsg.), Heimweh eines Cyborgs, p.machinery, Juni 2012

(Teaser: Längst verfügen zahlreiche Roboter über ein eigenständiges Bewußtsein, Interessen und Leidensfähigkeit. Nicht viele Menschen sind ihnen wohlgesonnen, Androidendiskriminierung ist, analog zu Rassismus, Speziesismus, Sexismus ein verbreitetes Phänomen in der von einer Säugetierspezies dominierten Welt. Der erste internationale Androidenrechtskongress soll dem entgegenwirken. Doch nicht nur Androidenrechtler nehmen daran teil, sondern auch dubiose Spendensammler und ein verdächtiger Cyborg.)
Quantum - CoverDie Mühlen Roms in Michael Haitel (Hrsg.), Quantum, Science fiction Story Center 2011, p.machinery, März 2012

(Klappentext: Europa, irgendein Jahrhundert, irgendein Jahr. Der Vatikan ist die letzte kulturelle Hochburg Europas, das letzte Bollwerk von Demokratie, Menschenrechten und funktionierendem Gemeinwesen, umgeben von Dekadenz, Verfall, Verbrechen und Sünde. Irgendwo auf der Welt mag es noch Enklaven geben, die dem entsprechen, was der Vatikan in Europa repräsentiert – aber von ihnen erfährt man nur auf Umwegen, nur in Form vager Informationen und Nachrichten, fast ausnahmslos in Form von Gerüchten. Und dann geschieht ein Verbrechen ...)
Anthologien 2011 Rot ist die Lust - CoverDie kleine Seejungfrau in Jaynice Cavanaugh (Hrsg.), Rot ist die Lust, WortKuss Verlag, 2011 (auch als eBook/Kindle)
Der perfekte Friede - CoverGöthé in Alisha Bionda (Hrsg.), Der perfekte Friede, p.machinery, 2011
Anthologien und Zeitschriften 2009 Boa Esperança - CoverDas Bem in Michael Haitel (Hrsg.), Boa Esperança, Science fiction Story Center 2009, Band 2, 2009
Exodus Magazin 25 - CoverWWW in Exodus 25: Die neuen Menschen 7/2009 (exodusmagazin.de)
Das Experiment - CoverStrahlender Frühling in Frank W. Haubold, (Hrsg.), Das Experiment, Jahresanthologie 2009, edfc, 2009

Anthologien 2008 Die rote Kammer - CoverAlois hinter den Spiegeln in Frank Haubold, (Hrsg.), Die rote Kammer, Jahresanthologie 2008, edfc, 2008

Am Ende der Leitung - CoverDer Imperativ von Brokkoli in quintessenz, Verein zur Wiederherstellung der Bürgerrechte im Informationszeitalter (Hrsg.), Am Ende der Leitung, Edition quintessenz, 2008 (bestellen)
Himmmelspfeifer - CoverGöthé in Alisha Bionda (Hrsg.), Der Himmelspfeifer, Lerato-Verlag, 2008
Anthologien 2007 Mirakel - CoverHaft in Frank Haubold (Hrsg.), Das Mirakel, Jahresanthologie 2007, edfc, 2007 (bestellen)
Anthologien 2006 Jenseitsapotheke - CoverDas Jesus-Attentat in Frank Haubold (Hrsg.), Die Jenseitsapotheke, Jahresanthologie 2006 (Fantasia 200) edfc - Belletristische Reihe Band 28, 2006 (bestellen)
Armut heute - CoverHunger in Bernd Witta, Bernhard Horwatitsch (Hrsg.), Armut heute, Wittaverlag, München 2006
Anthologien 2002 Sterbehilfe - CoverSchöner Schlachten in Jens Neuling (Hrsg.), Sterbehilfe, Verlag Jens Neuling, 2002 (bestellen)
Anthologien 2000 Maulkörbe - CoverMaulkörbe in Axel Klingenberg (Hrsg.), Maulkörbe -- Menschen in ihren Revolten, Edition SUBH im Verlag Andreas Reiffer, 2000
Anthologien 1999 Winterfliegen - Cover Der Test in Wolfgang Jeschke (Hrsg.), Winterfliegen, Heyne Verlag, 1999 (bestellen)
Anthologien 1998 Gedankenflüge in Helga Reufels, Karl H. Schneider (Hrsg.), Werkkreis Literatur der Arbeitswelt, 1998
Die Vergangenheit der Zukunft - Cover Jagdfieber in Wolfgang Jeschke (Hrsg.), Die Vergangenheit der Zukunft, Heyne Verlag, 1998 (bestellen)
Anthologien 1997 Glogauer pflügt, Blutige Engel und Packeis in Ralf Paprotta, Nicht auf dem Teppich bleiben, BVjA, 1997
Die letzten Bastionen - CoverHaare in Wolfgang Jeschke (Hrsg.), Die letzten Bastionen, Heyne Verlag, 1997 (bestellen)
Anthologien 1996 Vater, mein Vater - CoverCasimo in Peter Segler, Vater, mein Vater, Peter Segler Verlag, Freiberg, 1996
Haffmans Krimi Jahresband - CoverMörder in Bernhard Matt, Gerd Haffmans, Haffmans Krimi Jahresband, Heyne Verlag, 1996
Das Herz des Sonnenaufgangs - CoverVeni, Vidi in Ekkehard Redlin et.al. (Hrsg.), Das Herz des Sonnenaufgangs, Edition Avalon, 1996
Verwandlung - CoverVirulente Wirklichkeit in o-o Wolfgang Jeschke (Hrsg.), Die Verwandlung, Heyne Verlag, 1996 (bestellen)
Anthologien 1995 Gogols Frau - CoverZinnerne Tränen in C:\Literatur Bundesverband junger Autoren und Autorinnen, 1995
Anthologien 1994 Gogols Frau - CoverDie Erdbeerdiebin in Wolfgang Jeschke (Hrsg.), Gogols Frau, Heyne Verlag, 1994
Die Pilotin - CoverAesop in Wolfgang Jeschke (Hrsg.), Die Pilotin, Heyne Verlag, 1994
Mienenspiele - CoverRücksicht in Hans Peter Schwarz (Hrsg.), Mienenspiele, Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe, 1994
Anthologien 1993 Die Zeitbraut - CoverAufstieg eines Primaten in Wolfgang Jeschke (Hrsg.), Die Zeitbraut, Heyne Verlag, 1993
Anthologien 1991 Karlsruhe Tagebuch der Fächerstadt - CoverErdpech in Klaus E. R. Lindemann (Hrsg.), Karlsruhe - Tagebuch der Fächerstadt 1991, Info Verlagsgesellschaft, Karlsruhe, 1992
Anthologien 1988 Zukunft? - Zukunft! - CoverPeters Tag in Zukunft? - Zukunft!, Verlag Lothar Ulsamer, Esslingen, 1988
Zeitschriften 1992-2004 (Auswahl) Sachschaden in Freiberger Lesehefte, Zeitschrift für Gegenwartsliteratur, Nr. 7, 2004
Haft in Maskenball Nr. 5, 2002
Die Leere in Federwelt Nr. 19, 1999/2000
Lärm in Tasten Nr. 10, 1997/98
Zinnerne Tränen und WWW in Wandler Nr. 21, 1997/98
Kalter Sommer in Andromeda, Nr. 140, 1997
Eingekugelt in SUBH Sonderausgabe Nr. 6, 1997
Sieben tote Igel in Teer in Lillegal Nr. 19, 1997
Brennglas in Freie Zeit Art Nr. 21, 1997
Das Mal und Chronopsie in Andromeda, Nr.139, 1997
Spieglein, Spieglein in Essener Literaturflugblätter, Oktober 1996
Maulkörbe in Chalim Nr. 7, 1996
Narrenfrei und Die Leere in Kopfgeburten Nr. 8, 1996
Blutige Engel, Glogauer pflügt und Der vierbeinige Grashüpfer in Zimmerit Nr. 6, 1996
Maulkörbe in Kopfgeburten Nr. 7, 1996
Das Queue in SUBH Nr. 19, 1996
Irrtum in Lillegal Nr. 17, 1995
Brennglas in Kopfgeburten Nr. 6, 1995
Souvenir vom Trödelmond in Alien Contact, Nr. 20/21, 1995
Glogauer pflügt in Lillegal Nr. 16, 1995
Von Wölfen und Menschen in Der Vegetarier, Nr. 4, 1992
Gedichte (Auswahl)
Zukunft in Zeitriß Nr. 2, 1995
Ödi unf Der achte Zwerg in Lillegal Nr. 16, 1995
Fremdsprachliche Veröffentlichungen Magnifying Glass (dt. Brennglas) in Prairie Schooner: New German Literature, Vol. 73, Num. 3, Fall 1999